Gute Newsletter sind einfach lesenswert!

Du willst richtig gute Newsletter schreiben, um deine Kunden oder Partner auf dem Laufenden zu halten und vor allem: um im Gespräch zu bleiben! Dabei ist dir wichtig, dass du auf keinen Fall lästig bist und schon gar nicht dir viel Mühe umsonst machst – Wenn dein Newsletter dann gar nicht gelesen wird.

Hier kommen 10 Tipps, wie du tolle Newsletter schreibst (die auch gelesen werden), die richtigen Zeitpunkte wählst und auf welche Rookie-Fehler du achten solltest. Aber erstmal zu den Basics – Wie fängst du einen Newsletter überhaupt an?

Ein Newsletter beinhaltet neue Informationen mit den wichtigsten Links.
Du hast wichtige News? Schreib sie in deinen Newsletter. (Bild: Unsplash)

Der Name sagt alles: deine News im Briefformat

Nimm es einfach wörtlich: Ein Newsletter, das sind schlicht und ergreifend deine aktuellen Informationen als Mail. Newsletter landen in regelmäßigen Abständen in den Postfächern ihrer Abonnenten und wenn sie gut gemacht sind, schauen sich die Leser auch gleich noch deine Website an. Oder sie interagieren in einer anderen Form – beispielsweise indem sie an einem Gewinnspiel teilnehmen oder dich direkt kontaktieren.

Newsletter werden längst nicht mehr nur von den Zuständigen aus kleinen oder großen Firmen versendet. Auch Medien wie Zeitungen oder Magazine schicken Häppchen ihrer besten News raus, um damit Lust auf den ganzen Artikel zu machen. Meistens mit dem Ziel ihre Leserschaft und so die Reichweite ihres Kernprodukts zu erweitern.

Gute Newsletter brauchen eine noch bessere Planung

Legen wir los mit der Frage nach dem Kontext und dem Umfang deines Newsletters. Du solltest dir also überlegen, zu welchen Themen du ein Mailing machen möchtest und wie umfangreich das ungefähr sein wird. Vor allem ist es wichtig, nur Inhalte zu kommunizieren, die es wirklich wert sind, sie in die Welt hinauszuschreien. Gehe einfach von dir selbst aus – welche Newsletter liest du gerne? Was macht den Content so spannend, dass du dir Zeit dafür nimmst?

Wenn für dich (und möglicherweise auch die anderen Beteiligten deines Unternehmens) die Richtung klar ist, kannst du einen Redaktionsplan erstellen. Dabei geht es um eine grobe Themenübersicht, damit du den Überblick behältst, welche Themen du bereits abgedeckt hast oder welche Events bevorstehen, die du eventuell saisonal aufgreifen möchtest. Dafür lohnt sich beispielsweise ein Tool wie Trello. Und dann geht’s auch schon ans Eingemachte:

10 Tipps für fantastische Newsletter

1. Die Werbung

Yes, du willst (und sollst dich sogar!) von deiner besten Seite zeigen und deine Produkte oder Services bewerben. ABER – sei vorsichtig. Ein Newsletter soll nicht zu lästigen Postwurfsendungen werden, die fast jeder mit einem „Bitte keine Werbung“-Sticker fernhalten möchte. Du willst informieren und entertainen, nicht nerven. Wenn es ein richtig gutes Sonderangebot gibt, dann kannst du das natürlich erwähnen. Aber bei einem Mailing gilt wirklich das gute alte „weniger ist mehr“.

2. Die Zielgruppe

Das bringt uns gleich zum nächsten wichtigen Punkt – deine Zielgruppe. Wer hat sich zu deinem Newsletter angemeldet und wer sind überhaupt deine Kunden oder Klienten? Wenn du dir noch nicht sicher bist, welche Inhalte für sie spannend sein könnten, dann mach doch eine kleine Umfrage, bevor du mit den Mailings startest! Damit du auch wirklich den Nagel auf den Kopf triffst und nicht irgendwo in den unendlichen Tiefen der ungelesenen Mails landest. Und denk daran – nicht jedes Thema braucht unbedingt einen Newsletter. Manche Informationen sind möglicherweise besser in anderen Kanälen aufgehoben.

Der Inhalt deines Newsletters soll für deine Zielgruppe interessant sein.
Was will deine Zielgruppe von dir wissen? Ein Newsletter trifft das auf den Punkt. (Bild: Unsplash)

3. Die Regelmäßigkeit

Bleib dran! Es wäre schade, wenn du nach zwei oder drei Mails schon deine ersten Fans hast, nur um sie mit Funkstille zu enttäuschen. Ein Newsletter ist also auch irgendwie ein Versprechen: Wenn du dich zu einem anmeldest, erwartest du dir in regelmäßigen Abständen auch die Nachrichten dazu. Wenn dir das schwerfällt, dann gilt es umso mehr, dir von Anfang an einen Redaktionsplan zu erstellen. Vergiss dabei nicht auf Themen, die zu bestimmten Jahreszeiten besser passen oder sich für eine eigene Serie eignen. Damit hast du schon wieder einige neue potentielle Ideen in petto!

4. Die Zeit

Wann liest du deine Nachrichten? Am Weg zur Arbeit? Zu Mittag? Genau das sind auch die Zeiten, an denen die meisten Marketing-Experten empfehlen, einen Newsletter auszuschicken. Analysiere aber am besten die Gewohnheiten deiner Zielgruppe – Wann macht ein Mailing am meisten Sinn? Das wird bei einer berufstätigen Mutter eine andere Zeit sein, als bei einer Studentin. Außerdem hast du bei Newsletter-Programmen wie Mailchimp auch die Möglichkeit dir anzusehen, wann die meisten Abonnenten das Mail geöffnet haben. Du kannst bei deinen ersten Mailings die Zeiten also ruhig ein bisschen abändern und vergleichen, wann die Öffnungsraten und Engagementraten besser sind.

5. Die Must-haves

Gute Newsletter können vieles sein. Wenn es zu deinem Unternehmen passt, möglicherweise sogar nur aus einem kleinen Einleitungstext und Link zu einem fantastischen Video bestehen. Im Normalfall kommt ein Mailing mit Textabschnitten, Bildern und CTAs – Calls to Action daher. CTAs sind meistens Buttons unter einzelnen Themenabschnitten, auf die deine Leser klicken können und sie zu den jeweiligen Inhalten (auf deiner Website) weitergeleitet werden.

6. Die Gestaltung

Es gibt kaum Experten, die dazu raten, einen Newsletter mit Outlook oder anderen Standard-Mailprogrammen zu verschicken. Ganz einfach, weil Newsletter auch dein individuelles Design tragen sollen und vor allem, damit deine Mails an die verschiedenen Bildschirmgrößen (Desktop, Tablet, Smartphone) angepasst sind. Dafür gibt es eigene Programme, mit denen du auch ohne Grafik-Studium ein ansprechendes Format gestalten kannst. Ich empfehle Mailchimp – damit habe ich schon für diverse Kunden gearbeitet. (Auch hier – ganz ohne umfangreiche Grafikkenntnisse…) Es ist leicht bedienbar und selbsterklärend. Mit drag und drop lassen sich einzelne Elemente verschieben oder hinzufügen. So kannst du den Look deines Mails selbst bestimmen.

Die Anmeldung zum Newsletter muss auf jeden Fall der DSGVO entsprechen.
Achte besonders auf die DSGO bei der Newsletter-Anmeldung. (Bild: Unsplash)

7. Die Anmeldung

Ich bin keine Rechtsexpertin, daher kann ich dir an dieser Stelle nur empfehlen, sehr genau auf die DSGVO zu achten. Es gilt das Double-Opt-In – also eine zweistufige Anmeldung. Wenn sich jemand zu deinem Newsletter angemeldet hat, muss mit einem zweiten Mail nochmal die Anmeldung bestätigt werden, indem der Nutzer deinen Terms and Conditions zustimmt. Außerdem: Zu einem Newsletter meldest du dich immer ausschließlich aktiv an. Das heißt, niemand darf Mailadressen einfach so in einen Verteiler einspeisen. Wenn dir noch Leser fehlen, dann weise geschickt auf deinen Newsletter hin – bewirb ihn auf deiner Website, in deiner E-Mail-Signatur und auf Events. Manche Unternehmer geben zum Beispiel als Anreiz für eine Anmeldung einen Gutscheincode oder ein kleines Freebie aus. Und wie gesagt, füge niemals ungefragt E-mail-Adressen aus deinen Kontakten oder gar fremden Personen hinzu.

8. Das Newsletter Anschreiben

Na servus! Oder doch besser: Sehr geehrte Frau Soundso? Klar ist, du solltest gleich zu Beginn, den richtigen Ton treffen. Bleib dir auch hier treu und frag dich, was sich die Leser von dir erwarten. Das Editorial, also den Einstieg und damit auch den Einklang, schreibst du am besten genauso wie du es in einem Magazin erwartest. Erzähl deinen Abonnenten in Kurzfassung, um was es diesmal geht. Sei ruhig ein bisschen persönlich oder lass auf jeden Fall erkennen, dass dieses Mail von einem Menschen und nicht von einem Bot geschrieben wurde. 😉 Das kommt in den meisten Fällen gut an und erhöht die Chance auf eine bessere Verweildauer.

9. Die Headline

Der Haken an der Sache mit dem fesselnden Newsletter? Im digitalen Zeitalter fängst du Leser nur mit einer guten Catchphrase. Obwohl mir oft das Herz blutet, wenn ich daran denke, dass diese Titel im Journalismus eher in die Kategorie „Klatschpresse“ fallen. Aber es ist nun mal ein Fakt, dass das kleine bisschen (digitale) Aufmerksamkeit hart umkämpft ist und du richtig Trommelwirbel brauchst, um mitzuhalten. Die Überschrift entscheidet, ob jemand deinen Newsletter liest oder nicht. Nimm dir deshalb Zeit, die Titel (auch die Zwischenüberschriften) spannend zu gestalten und auf den Punkt zu bringen, damit deine Leser neugierig werden.

10. Die Sprache

Wie Kaugummi zieht er sich durch Design, Ansprache und Stil – dein Unternehmenston. Bist du mit deinen Kunden per Du? Dann schreib sie auch so an, als würdest du mit ihnen direkt sprechen. Die Anrede gibt dann den Anstoß für eine eher lockere oder formelle Art. Wie du deine Newsletter schreibst, das liegt ganz in deinem Ermessen. Weil es aber ein Mailing ist, kein Essay oder Roman, würde ich dir kurze, knackige Sätze empfehlen. Ein Newsletter gleicht von der Stilistik her oft einem Blogpost (mehr dazu kannst du übrigens hier nachlesen). Bleibe dann bei allen Newslettern diesem – deinem – Stil treu (auch beim Gendern!). Kommuniziere deine News jedenfalls immer klar und verständlich, mach den Lesern Lust, auf deiner Website vorbeizuschauen, um dort mehr zu erfahren. Wie heißt es so schön? In der Kürze liegt die Würze…

Wenn du dir jetzt denkst, dass du Newsletter doch lieber schreiben lassen möchtest, dann melde dich doch bei mir! Bei einem kostenlosen Erstgespräch erfährst du mehr über meine Preise und Arbeitsweise. 🙂